Rückstauverschluss mit Fehlern? So beheben Sie sie selbst

Rückstauverschluss mit Fehlern? So beheben Sie sie selbst

Ein Rückstauverschluss ist ein wichtiger Bestandteil der Hausentwässerung – besonders, wenn Sie einen Keller oder Abflüsse unterhalb der Rückstauebene haben. Er schützt Ihr Zuhause vor Überschwemmungen, wenn die Kanalisation bei Starkregen überlastet ist. Doch wie jedes mechanische Bauteil kann auch ein Rückstauverschluss mit der Zeit Probleme bereiten. Viele davon lassen sich jedoch selbst beheben, ohne sofort einen Fachbetrieb rufen zu müssen. Hier erfahren Sie, wie Sie die häufigsten Fehler erkennen und beseitigen.
Bevor Sie beginnen – Sicherheit und Vorbereitung
Bevor Sie am Rückstauverschluss arbeiten, sollten Sie einige Vorsichtsmaßnahmen treffen:
- Tragen Sie Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille. Abwasser kann gesundheitsschädliche Keime enthalten.
- Sperren Sie die Wasserzufuhr. Achten Sie darauf, dass während der Arbeiten niemand Wasser ablässt oder die Toilette spült.
- Suchen Sie die Bedienungsanleitung. Wenn Sie den Hersteller kennen, finden Sie meist online eine Anleitung mit Abbildungen Ihrer Modellreihe.
Der Rückstauverschluss befindet sich in der Regel im Kellerboden oder in einem Kontrollschacht außerhalb des Hauses. Der Deckel lässt sich meist abschrauben oder abheben – gehen Sie dabei vorsichtig vor, um Dichtungen nicht zu beschädigen.
Die häufigsten Fehler – und wie Sie sie beheben
1. Die Klappe schließt nicht richtig
Wenn Wasser zurückdrückt oder die Klappe nicht vollständig schließt, liegt das oft an Ablagerungen von Fett, Schmutz oder Kalk.
So gehen Sie vor:
- Öffnen Sie den Deckel und entnehmen Sie die Klappe vorsichtig.
- Reinigen Sie sie mit warmem Wasser und etwas mildem Spülmittel – keine aggressiven Chemikalien verwenden.
- Trocknen Sie die Klappe gründlich ab und prüfen Sie die Gummidichtung auf Risse oder Verformungen.
- Setzen Sie alles wieder ein und testen Sie, ob die Klappe dicht schließt.
Ist die Dichtung beschädigt, können Sie beim Hersteller oder im Baumarkt Ersatz besorgen.
2. Die Klappe klemmt
Eine schwergängige Klappe kann im Ernstfall verhindern, dass der Rückstauverschluss richtig funktioniert.
Lösung: Reinigen Sie die beweglichen Teile und Scharniere gründlich von Schmutz und Kalk. Verwenden Sie eine kleine Bürste und etwas Silikonspray (kein Öl!), damit sich die Klappe wieder leicht bewegen lässt. Testen Sie anschließend die Beweglichkeit manuell.
3. Das Wasser läuft nur langsam ab
Wenn das Wasser im Kellerablauf nur zögerlich abfließt, kann der Rückstauverschluss teilweise verstopft sein.
So beheben Sie das Problem:
- Öffnen Sie den Deckel und entfernen Sie sichtbare Ablagerungen wie Haare, Papier oder Fett.
- Spülen Sie mit heißem Wasser und etwas Spülmittel nach.
- Verwenden Sie keine ätzenden Abflussreiniger – sie können Kunststoffteile und Dichtungen beschädigen.
Kommt das Problem regelmäßig wieder, liegt die Ursache möglicherweise tiefer im Rohrsystem. Dann sollte ein Fachbetrieb die Leitungen prüfen.
4. Die Alarmanlage meldet Störung
Viele moderne Rückstauverschlüsse sind mit einer Alarmfunktion ausgestattet, die bei Rückstau oder Fehlstellung der Klappe warnt.
Prüfen Sie:
- Ist der Sensor verschmutzt? Reinigen Sie ihn vorsichtig mit einem feuchten Tuch.
- Ist die Batterie leer? Tauschen Sie sie aus und testen Sie die Alarmfunktion.
- Bleibt die Störmeldung bestehen, obwohl alles sauber ist, kann ein elektrischer Defekt vorliegen – in diesem Fall sollten Sie einen Sanitärfachmann hinzuziehen.
Vorbeugung: So vermeiden Sie zukünftige Probleme
Ein Rückstauverschluss benötigt nur wenig Pflege, aber regelmäßige Kontrolle verlängert seine Lebensdauer und schützt vor teuren Schäden.
- Reinigen Sie die Klappe mindestens zweimal im Jahr, am besten im Frühjahr und Herbst.
- Vermeiden Sie, Fett, Speisereste oder Kaffeesatz in den Abfluss zu geben. Diese Stoffe setzen sich im System fest.
- Kontrollieren Sie den Verschluss nach starkem Regen. Prüfen Sie, ob sich die Klappe frei bewegen lässt.
- Achten Sie auf Gerüche. Ein unangenehmer Geruch kann auf eine undichte Klappe oder eine trockene Geruchsperre hinweisen.
Wann Sie einen Fachbetrieb rufen sollten
Auch wenn Sie vieles selbst erledigen können, gibt es Situationen, in denen Sie besser einen Fachmann beauftragen:
- Wenn Wasser im Keller steht und Sie die Ursache nicht finden.
- Wenn das Gehäuse oder die Klappe beschädigt ist.
- Wenn Sie vermuten, dass die Installation fehlerhaft ist.
Ein Fachbetrieb kann außerdem die regelmäßige Wartung durchführen, die in vielen Kommunen empfohlen oder vorgeschrieben ist. Dabei wird geprüft, ob der Rückstauverschluss den technischen Anforderungen der DIN EN 13564 entspricht und einwandfrei funktioniert.
Kleine Pflege – große Sicherheit
Ein funktionierender Rückstauverschluss kann den Unterschied zwischen einer trockenen und einer überfluteten Kelleretage ausmachen. Mit etwas Aufmerksamkeit und regelmäßiger Reinigung halten Sie ihn in gutem Zustand. Und denken Sie daran: Je früher Sie eine Störung bemerken, desto einfacher und günstiger lässt sie sich beheben.










